Sebastian Bartoschek Dissertation Outline

Sebastian J. Bartoschek (* 20. August1979 in Recklinghausen) ist ein deutscher Journalist, Psychologe, Science-Slammer, Podcaster und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2004 schloss Bartoschek sein Studium der Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum ab. 2013 wurde er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit dem Dissertationsthema Bekanntheit von und Zustimmung zu Verschwörungstheorien zum Dr. phil. promoviert.[1] Bartoschek ist hauptberuflich als Diagnostiker in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Im Jahr 2007 wurde er Mitglied der GWUP. 2011 evaluierte er Michael Thalbournes Skala der Transliminalität und übertrug sie ins Deutsche. Es sind mehrere psychologische Journalartikel von ihm erschienen, darunter zur besseren Kompetenzfeststellung bei Bildungsträgern (2007)[2] und zu unseriösen Verfahren bei der Personalauswahl (2011).[3] Seit 2013 ist er auch Mitglied der Gesellschaft für Anomalistik.[4] Im Jahr 2014 wurde er Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins Wissensdurst e. V., welcher sich u. a. der Förderung von Wissenschaft und Forschung verschrieben hat. Von 2000 bis 2005 war Bartoschek Geschäftsführer der Red Star Booking Veranstaltungsagentur in Recklinghausen, die Hardcore-Konzerte im Ruhrgebiet organisierte. In diesem Zusammenhang veröffentlichte er auch den Sampler Re-Surrection.[5]

Sebastian Bartoschek ist verheiratet und lebt in Herne.

Journalistische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 ist Bartoschek journalistisch tätig, u. a. für die BILD Ruhrgebiet und den Skeptiker der GWUP. Regelmäßig erscheinen Beiträge von ihm auf der humanistischen Webseite wissenrockt.de. Artikel von ihm erschienen in den Magazinen Skeptiker, diesseits[6], Ruhrgestalten und dem Freimaurermagazin Winkelmaß.

Seit April 2013 schreibt er ebenfalls Artikel für die Webseite ruhrbarone.de.[7] Seit 2015 schreibt er unregelmäßig für die deutsche Huffington Post[8], ebenso seit 2016 für Prinzessinnenreporter[9]. Für die Wochenzeitung Jungle World und ihren Onlineauftritt schreibt Bartoschek seit Juli 2017[10][11] und seit November 2017 für den Journalistenblog Salonkolumnisten[12].

2013 sammelte er mithilfe der Crowdfunding-Plattform Krautreporter für eine Videodokumentation über die PSI-Tests der GWUP 715 Euro[13] und veröffentlichte das knapp fünf-minütige Video auf seinem YouTube Kanal. Im Jahr 2015 produzierte er gemeinsam mit Alexander Waschkau den DokumentarfilmEin Interview mit Dr. Axel Stoll – Der Film.[14][15]

Podcasting[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebastian Bartoschek ist in der Podcasting-Szene aktiv.

Er betreibt mit dem BartoCast einen eigenen diskordianischen Podcast. Gemeinsam mit den beiden anderen Diplom-Psychologen Alexander Waschkau und Sven Rudloff betreibt er den PsychoTalk, mit dem anonymen Podcaster Riotburnz den Podcast Am Zapfhahn. Mit einer Gruppe von Podcastern produziert er den PottCast. Im Podcast Hoaxilla hatte er einige Gastauftritte.

Gemeinsam mit Katrin Schmalz betreibt Bartoschek seit einiger Zeit den Video-Podcast („Vodcast“) Die Krabitzen, bei dem die Beteiligten sich über diverse aktuelle Themen unterhalten. Der Vodcast wird auf YouTubelive gestreamt.[16]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Alexander Waschkau und Luisa Rieland: Kleine Psychologie der Fake News. Amazon, 2017
  • mit Lydia Benecke und Saskia Annen: Dossier: Hypnose im Ermittlungsverfahren. Institut für Psychologische Dienstleistungen Dr. Bartoschek, iBooks, 2017.
  • Bürgerlicher Rechtsterrorismus?: Die Galgen hoch, die Reihen fest geschlossen. Ruhrbarone, 2016
  • Humanisten & PEGIDA: Von Religionskritik und völkischem Denken. Ruhrbarone, 2016
  • Empörungsnazis!: Was ich dem Netz vorwerfe und warum ihr es nicht ändern werdet. jmb, Hannover 2015, ISBN 978-3-944342-78-8.
  • mit Thomas Koch und Peter 'Bulo' Böhling: Rule 34 … und weitere Internet-Regeln. jmb, Hannover 2015, ISBN 978-3-944342-98-6.
  • Bekanntheit von und Zustimmung zu Verschwörungstheorien – eine empirische Grundlagenarbeit. jmb, Hannover 2015, ISBN 978-3-944342-60-3. DNB 1065833482
  • mit Alexa Waschkau: Psycho im Märchenwald. Ein Spaziergang durch 24 Märchen der Gebruder Grimm. Edition Roter Drache, Remda-Teichel 2014, ISBN 978-3-939459-83-5.
  • Gedankenwelten 2. Interviews zwischen Wahn und Sinn. jmb, Hannover 2014, ISBN 978-3-944342-39-9.
  • mit Diana Menschig: Von unsichtbaren Gorillas und tanzenden Bären: Ist unsere Realität real oder nur das Ergebnis unserer Fantasie ... jmb, Hannover 2014, ISBN 978-3-944342-44-3 (Print) bzw. ISBN 978-3-944342-45-0 (eBook).[17]
  • mit Alexa und Alexander Waschkau: Muss man wissen! Ein Interview mit Dr. Axel Stoll. jmb, Hannover 2013, ISBN 978-3-944342-29-0.
  • mit Alexa Waschkau: Ghosthunting. Auf Spurensuche im Jenseits. Alibri, Aschaffenburg 2013, ISBN 978-3-86569-163-7.
  • Gedankenwelten. Interviews zwischen Science und Fiction. jmb, Hannover 2012, ISBN 978-3-944342-10-8 bzw. jmb, Hannover 20144, ISBN 978-3-944342-53-5.
  • Eindrücke von Gestern. Texte aus dem Ruhrgebiet (1993–1997). Books on Demand, Norderstedt 2011, ISBN 978-3-8423-0522-9.
  • Der Stroop-Effekt enträtselt? : Variationen des Antwortmodus bei Farbe-Wort-Interferenz: Drei mögliche Ursachenquellen. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-639-10563-6.
  • Eindrücke von Gestern. Texte aus dem Ruhrgebiet (1993–1997). Books on Demand, Norderstedt 2007, ISBN 978-3-8370-1539-3.

Beiträge in Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vorwort In: Psychologische Aspekte der Liebe: Neuere Befunde (Schriftenreihe des Instituts Dr. Bartoschek). jmb, Hannover 2016, ISBN 978-3-944342-86-3.
  • Vorwort In: Entwicklung und Veränderung von Bindung: Psychologische Aspekte von Adoptionen (Schriftenreihe des Instituts Dr. Bartoschek). jmb, Hannover 2016, ISBN 978-3-944342-85-6.
  • JFKthulhu & Vorwort In: OP Verschlusssache. Verlag ohne Ohren, Wien 2015, ISBN 978-3-903006-27-0 bzw, ISBN 978-3-903006-28-7.
  • Cassildas Wehklag In: LeseBlüten 11. piepmatz, Nürnberg 2015, ISBN 978-3-942786-20-1.
  • Bielefeld. In: Die alten Götter. Edition Roter Drache, Remda-Teichel 2014, ISBN 978-3-939459-76-7.
  • mit Niklas Schmidt: Junge Eltern ohne Berufsabschluss – Besonderheiten einer Zielgruppe. In: Teilzeitberufsausbildung: Für junge Eltern ohne Berufsabschluss. Schneider, Hohengehren 2007, ISBN 978-3-8340-0337-9.[18]

Publikationen als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TV-Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 ist Sebastian Bartoschek mehrmals als Experte im Fernsehen aufgetreten, unter anderem am 28.6.16 in der Sendung Quarks & Co zum Thema Verschwörungstheorien[19], des Weiteren in den Formaten Stern TV[20], Punkt 12[21] (beide bei RTL ausgestrahlt), Lokalzeit oder daheim + unterwegs[22] (beide WDR).[23] Zudem sah man ihn in Thomas Gottschalks Sendung Gottschalk Live, als er sich für einen Parapsychologie-TÜV in der Kategorie „66 Träume“ einsetzen wollte.[24][25]

Am 12. Juni 2014 war Sebastian Bartoschek mit einem Beitrag über Verschwörungstheorien im Magazin Elektrischer Reporter[26] des Senders ZDFinfo zu sehen.

Am 20. Juli 2017 war Bartoschek einer der Experten zum Thema " Filterblasen und 'Fake News'"[27] in einer Dokumentation des Filmemachers Mario Sixtus für Senders ZDFinfo.

Im September 2017 war er im satirischen Web-Format "Wolfgangs Internet Imbiss" des Kassierer-Sängers Wolfgang Wendland zu sehen, wo er einen "Truther-Gurkentopf" kochte.[28]

Radioauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2013 war Bartoschek Gast in der Radiosendung Die NachtWG – Weber und Gießmann auf RauteMusik.

Im Sommer 2016 war er Hauptgast einer Radio-Reihe von MDR JUMP zum Thema Verschwörungstheorien.[29]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schöner leben mit Verschwörungstheorien. In: DerWesten.de, 17. März 2009.
  2. ↑http://www.zpid.de/psychologie/PSYNDEX.php?search=Sebastian%20Bartoschek&id=0202604
  3. ↑http://www.zpid.de/psychologie/PSYNDEX.php?search=Sebastian%20Bartoschek&id=0248344
  4. ↑http://www.sebastian-bartoschek.de/cms/psychologe/fuer-medien.php
  5. ↑http://www.musik-sammler.de/media/282895
  6. ↑diesseits.de: Wir schreiben für Sie
  7. ↑http://sebastian-bartoschek.de/cms/links.php
  8. Sebastian Bartoschek. Abgerufen am 19. September 2017. 
  9. Bartoschek | Suchergebnisse | PrinzessinnenReporter | Seite 2. Abgerufen am 19. September 2017. 
  10. Sebastian Bartoschek. Abgerufen am 27. Juli 2017. 
  11. Sebastian Bartoschek: Humanisten auf dem Weg zum Humanismus. Abgerufen am 27. Juli 2017. 
  12. Die Feiglinge von Warschau – und Berlin - Salonkolumnisten. Abgerufen am 14. November 2017. 
  13. ↑https://krautreporter.de/psitests
  14. ↑http://www.nslbuch.de/film
  15. ↑http://www.imdb.com/title/tt4895724/?ref_=nm_flmg_dr_1
  16. ↑YouTube-Channel der Krabitzen
  17. ↑http://www.amazon.de/Von-unsichtbaren-Gorillas-tanzenden-B%C3%A4ren/dp/3944342445/
  18. ↑http://www.beck-shop.de/fachbuch/inhaltsverzeichnis/9783834003379_TOC_001.pdf
  19. ↑http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/verschwoerungstheorien-wie-erkennen-100.html
  20. ↑http://blog.gwup.net/2011/08/03/gwup-bei-stern-tv-heiler-oder-heuchler/
  21. ↑http://www.ghosthunter-nrwup.de/medienauftritte/
  22. ↑http://www.wdr.de/tv/daheimundunterwegs/sendungsbeitraege/2013/1031/thema.jsp
  23. ↑Sozialer Druck durch Facebook (Memento vom 16. September 2012 im Internet Archive), wdr.de vom 13. September 2012
  24. ↑https://www.youtube.com/watch?v=5UCTLKIHMcs
  25. ↑Sebastian Bartoschek in der Internet Movie Database (englisch)
  26. ↑http://elektrischerreporter.zdf.de/elektrischer-reporter/elektrischer-reporter-6803932.html
  27. Mario Sixtus für ZDFinfo "im Netz der Lügen". In: presseportal.de. (presseportal.de [abgerufen am 25. Juli 2017]). 
  28. Wolfgangs Internet Imbiss. Abgerufen am 10. September 2017. 
  29. Verschwörungstheorien im Check: Enteignung durch Währungsreform? In: MDR JUMP. Abgerufen am 11. August 2016. 

Normdaten (Person): GND: 1032283831(PICA, AKS) | VIAF: 296491926 | Wikipedia-Personensuche

Sebastian Bartoschek (2013)

Als ich Ende letzten Jahres ein kleines Wattpad-Projekt zu Verschwörungstheorien startete, stellte ich etwas frustriert fest, dass es empirische – datengestützte – Arbeiten dazu fast nur im englischsprachigen Raum gab. Auf Deutsch gab und gibt es dazu zwar jede Menge Texte und Gedanken sowie auch historische Untersuchungen, aber leider sehr wenige psychologische Studien. Die Ehre seiner Zunft rettete da der Psychologe Sebastian Bartoschek mit seiner Doktorarbeit zum Thema “Bekanntheit und Zustimmung zu Verschwörungstheorien – eine empirische Grundlagenarbeit”. Also bestellte ich diese gleich vor – und wurde nicht enttäuscht.

Bartoscheks Arbeitsmaterial sind 1. sein breites Wissen über populäre Verschwörungstheorien (VTn), nicht zuletzt aufgrund seines jahrelangen Engagements bei GWUP und anderen Skeptiker-Bünden, 2. die Kenntnis bestehender, psychologischer VT-Theorien von Graumann & Mosovici (1987) über Thomas Grüter (2006) bis zu Whitson & Galitsky (2008) – und schließlich vor allem 3. ein ausführlicher (und in Testversionen vorbereiteter) Fragebogen, mit dem Bartoschek die Kenntnis und Zustimmung zu VTn mit anderen Faktoren in Beziehung setzen konnte. Letztlich konnte der Psychologe für seine Arbeit auf über 1.500 Antworten zurückgreifen.

Hohe Fachlichkeit

Die Arbeit von Bartoschek erfüllt die deutschen Standards von Wissenschaftlichkeit – ist also sehr kompliziert verfasst und ohne Grundkenntnisse in Psychologie und Statistik kaum zu verstehen. Dafür zieht der Autor sein Programm aber auch gnadenlos durch und hat bis zum Ende kein Problem damit, Hypothesen für gescheitert zu erklären oder “Probleme” bei Fragenformulierungen oder Stichprobenauswahl einzuräumen.

In der Summe…

…kommt Bartoschek zu fünf Faktoren, die mit durchschnittlich (signifikant) erhöhtem Glauben an VTn einhergehen:

1. Politischer Extremismus

2. Religiosität

3. Jüngeres Alter

4. Formal geringere Bildung

5. Weibliches Geschlecht

In der Summe ergibt sich so eine deutliche Unterscheidungung zwischen (häufiger männlichen & religiös-weltanschaulich skeptischen) “Kennern” von VTn einerseits sowie von (häufiger weiblichen & auch religiös gläubigen) “Zustimmenden” zu VTn. Dies läßt ihn vermuten, dass Religiosität & Verschwörungsglaube gemeinsame, evolutionäre Ursachen – wie die Bedürfnisse nach Mustererkennung, Sinn- und Strukturstiftung – haben könnten (vgl. Grüter auf scilogs). Spannende Befunde ergeben sich auch daraus, dass Bartoschek die Zustimmung zu VTn nicht einfach mit Ja-Nein-Fragen abruft, sondern den Befragten die Möglichkeit von Wahrscheinlichkeiten gab. So konnte er im Vergleich zu “groberen” Umfragewerten aufzeigen, dass Befragte im Sinne “sozialer Erwünschtheit” dann stärker mit “Ja” antworteten, wenn die jeweilige VT gesellschaftlich akzeptabel erscheint.

Hier auch ein Vortrag Bartoscheks vor den Rhein-Ruhr-Skeptikern (über deren Mailinglisten auch Fragebögen versandt wurden) zu seiner Forschungsarbeit:

(M)ein Lieblingszitat

(S. 193-194)

Schon allein unter dem Aspekt der realen Existenz von Verschwörungen erscheint eine Forderung nach der Überwindung des Glaubens an VT wenig sinnvoll. Bezieht man zudem mit ein, dass der VT-Glaube wohl letztlich evolutionären Ursprungs ist, erscheint eine Überwindung zudem wenig durchführbar.

Vielmehr erscheint ein gesundes, mittleres Maß an Skepsis und Misstrauen vernünftig, um sich vor realen Verschwörungen zu schützen. Doch sollte stets beachtet werden, dass eine Theorie nur solange Anspruch hat, ernst genommen zu werden, wie sie falsifizierbar bleibt.

Kritik: “Probleme mit der Stichprobe”

Den Hauptkritikpunkt an den Befunden seiner Arbeit benennt Bartoschek selbst – es sind “Probleme mit der Stichprobe”. Obgleich die Zahl der Befragten recht groß ist, ergibt sich ein klar nicht-repräsentatives Bild der Beteiligten. So befinden sich nur wenig Menschen mit formal geringerer Bildung (3% Hauptschule, 9% Mittlere Reife, aber 82,3% (Fach-)Abitur), nur wenige Verheiratete und sage und schreibe 69,8% Kinderlose unter den Antwortenden, ebenso nur 7,4% CDU-Wählende. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass er einerseits den (dominant männlichen) Skeptiker-Kreis und andererseits an Psychologie & Populärkultur besonders interessierte Frauen erreicht hat und befragen konnte. Tatsächlich weisen seine gefundene Schwerpunkte interessante Überschneidungen zu den (2 von 5) Gruppen der “undifferientated sceptics” und “undifferentiated believers” einer neueren Studie aus Neuseeland auf – was ich (bei allen Einschränkungen im Hinblick auf allgemeine Repräsentativität) für durchaus spannend halte!

Bewertung

In der Gesamtbewertung komme ich zu dem Ergebnis, dass Bartoschek eine hervorragende, empirisch-wissenschaftliche Arbeit vorgelegt und damit auch fehlende Forschungen gerade auch im deutschsprachigen Raum aufgezeigt hat – ohne dabei Schwächen und noch offene Fragen zu leugnen. Wer etwa an der Repräsentivität seiner Stichprobe mäkeln möchte, kann das tun – muss sich dann jedoch auch die Frage gefallen lassen, warum es bislang kaum größere und schon gar nicht bessere empirische Studien zu diesem (auch z.B. politikwissenschaftlich) relevanten Feld gibt. Bartoschek hat einen ersten, wuchtigen Stein in den Fluß geworfen. Nun braucht es Andere, die mit gleichem Drang & Mut auf diesen steigen und den nächsten werfen. Dann – erst dann – wird es irgendwann möglich sein, dass Phänomen der Verschwörungstheorien auch psychologisch besser zu verstehen. Ich finde, dafür wäre es höchste Zeit und Bartoschek hat einen wichtigen Schritt dazu getan. Künftige Forschungen dazu im deutschsprachigen Raum sollten an ihm nicht vorbeigehen.

  • Veröffentlicht in:Bildung, Evolutionspsychologie, Fantasy, Humanismus, Netzkultur(en), Personen, Philosophische Fragen, Politik und Gesellschaft, Religionskritik - Kritik, Säkularstudien, Verschwörungstheorien, Vorurteile
  • Schlagwörter:Empirie, Evolutionspsychologie, JMB Verlag, Psychologie, Sebastian Bartoschek, Skeptiker, Verschwörungstheorien

Veröffentlicht von Michael Blume

www.blume-religionswissenschaft.de

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft und spezialisierte sich auf die Hirn- und Evolutionsforschung. Buchautor, Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger und christlich-islamischer Familienvater. Hat auch manches erlebt und überlebt...

0 thoughts on “Sebastian Bartoschek Dissertation Outline

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *